13.05.2011, von Matthias Schneider

Vier neue Rettungsschwimmer beim THW Kelheim

Wasserwacht bildet THW-Helfer aus

Die enge Zusammenarbeit zwischen Technischem Hilfswerk und Wasserwacht Kelheim wird weiter vertieft. Nach mehreren gemeinsamen Übungen im vergangenen Jahr starteten vier THW-Helfer im Februar mit der Ausbildung zum Rettungsschwimmer. Die 20 Stunden dauernde Ausbildung in Theorie und Praxis wurde durchgeführt von der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes. 

Michael Reil, Technischer Leiter der Kreis-Wasserwacht, Ludwig Häckl, zweiter stellvertretender Technischer Leiter der Ortsgruppe Kelheim und Niko Stange sorgten dafür, dass die angehenden Rettungsschwimmer auch im kalten Wasser ins Schwitzen kamen. Schwerpunkte waren Strecken- und Tieftauchen, das Schwimmen in Kleidung, Ausdauertraining und die Personenrettung. Verschiedene Geschicklichkeitstrainings und Konzentrationsübungen unter Wasser brachten die Helfer anfangs immer wieder an ihre Grenzen. 

Am 13. Mai 2011 war es dann soweit: nach bestandener Prüfung konnten die THW-Helfer Markus Hofer, Manfred Distler, Benedikt Festl und Jürgen Leiherer vom Bayerisches Roten Kreuz Kreisverband Kelheim/Do. das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen des Deutschen Roten Kreuzes in Silber entgegennehmen. Nach der Verleihung wurden schon die nächsten gemeinsamen Aktivitäten und Übungen geplant.

 

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber

 Mindestalter: 15 Jahre

  • 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m in Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden 
  • Sprung aus 3 m Höhe 
  • 25 m Streckentauchen 
  • Dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb von 3 Minuten mit dreimaligen Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe zwischen 2 und 3 m) 
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben in höchstens 1:30 Minuten 
  • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fertigkeiten zur Befreiung aus Halsumklammerung und Halswürgegriff von hinten 
  • 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je 1/2 Strecke mit Achsel- und einem dem Fesselschleppgriff (Schleppgriff nach Flaig oder Seemannsgriff) 
  • Nachweis der Kenntnisse von Atmung und Blutkreislauf sowie Durchführung der Wiederbelebung 
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist: 
    • 20 m Anschwimmen in Bauchlage 
    • Abtauchen auf 3-5 m Wassertiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallen lassen 
    • Lösen einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff 
    • 25 m Schleppen 
    • Anlandbringen des Geretteten 
    • 3 Minuten Vorführung der Atemspende am Phantom
  • Theoretische Kenntnisse: 
    • Gefahren am und im Wasser 
    • Hilfe bei Bade-, Boots-, und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung) 
    • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen 
    • Rettungsgeräte 
    • Aufgaben des Roten Kreuzes, insbesondere der Wasserwacht und des Wasserrettungsdienste
  • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als 3 Jahre

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