22.02.2012, von Daniel Sturm

Atemschutzgeräteträger ausgebildet

Der Atemschutz im THW wird verstärkt.

Am Wochenende fand im Ortsverband Kelheim des Technischen Hilfswerks die Abschlussprüfung des Lehrgangs für Atemschutzgeräteträger unter der Führung des Bereichsausbilders Christian Eibl (OV Laaber), und dem Gruppenführer Daniel Sturm (OV Kelheim) statt. Aus der gemeinsamen Ausbildung mit den Kameraden aus Laaber konnten sechs „AGTler“ für Kelheim und drei für unseren befreundeten OV gewonnen werden.

In dem Kurs, der an zwei Wochenenden durchgeführt wurde, mussten sich die Anwärter zunächst mit den theoretischen Grundlagen vertraut machen. In diesem Ausbildungsabschnitt werden neben medizinischen und physikalischen Kenntnissen auch einsatztaktische Fähigkeiten vermittelt.

Im praktischen Abschnitt wurden die Teilnehmer zunächst an das Tragen der Atemschutzmaske herangeführt. Dazu unternahm die Gruppe zunächst einen kleinen „Spaziergang“ mit Filtergeräten. Besonders unter Belastung führt die eingeschränkte Frischluftzufuhr schnell zu gefährlichen Situationen für den Helfer. Daher wird das richtige Verhalten in solchen Momenten Schritt für Schritt trainiert. Im weiteren Verlauf des Lehrgangs wurde die Handhabung des eigentlichen Atemschutzgerätes geschult. Wichtige Bestandteile sind neben dem schnellen und korrekten Anlegen der Ausrüstung auch die Funktionsprüfung der technischen Bestandteile. Zum Abschluss des Kurses wurde es richtig anstrengend, denn hier war körperliche Fitness gefragt.

Im praktischen Prüfungsteil muss jeder Teilnehmer seine Einsatzbereitschaft in einer Übungsanlage nachweisen. Dort muss man sich hohen Belastungen aussetzen, in enger Umgebung Hindernisse überwinden und darf dabei seinen begrenzten Luftvorrat nicht aus den Augen verlieren. Damit soll gezeigt werden, dass der Helfer auch in extremen Situationen die physische und psychische Eignung besitzt.

Anders wie bei den Feuerwehren liegt der Einsatzschwerpunkt für den Atemschutz im THW nicht bei der Brandbekämpfung. Vielmehr werden umluftunabhängige Geräte, wie sie auch genannt werden, dort eingesetzt, wo Gase oder chemische Substanzen, wie zum Beispiel bei Desinfektionsschleusen, die Gesundheit des Menschen gefährden könnten. Im Grunde kann jeder Atemschutzgeräteträger werden, der seine körperliche Eignung in einer ärztlichen Untersuchung gezeigt hat.

Jeden Donnerstag zwischen 19 und 22 Uhr steht die Tür des OV Kelheim in der Schützenstrasse für Interessierte offen. Dort kann ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden und es gibt Informationen zu den Ausbildungsoptionen im THW.

Das THW Kelheim beglückwünscht die Helfer Thomas Zollner, Jacob Römer, Markus Scheithauer, Benedikt Festl, Patrick Curtz, Tobias Zellner, Christian Meier, Andreas Reichl und Franz-Xaver Linder zur bestandenen Prüfung.


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