Chiemsee, 16.09.2017, von Manfred Distler

Große Ölwehrübung am Chiemsee

Mit über 300 Einsatzkräften übte das Landratsamt den Fall einer Verschmutzung des Chiemsees und seiner Zuflüsse mit Öl. Mit dabei auch unsere überregional eingesetzte Fachgruppe Ölschaden. Unsere Aufgabe ist es im Einsatzfall das Öl-Wasser-Gemisch zu trennen.

Pressebericht des THW

Ölbekämpfung auf dem „Bayerischen Meer“

Übersee, 16.09.2017 - Die Ölbekämpfung auf dem Chiemsee übte in den vergangenen 2 Tagen ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, THW und Rotem Kreuz. Bei der Übung, die in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Traunstein und  der Betreibergesellschaft der transalpinen Öl-Pipeline (TAL) stattfand, wurde ein Leck in der Pipeline mit Ölaustritt in die Tiroler Ache angenommen.  Da deren Wasser in den Chiemsee fließt, löste die integrierte Leitstelle Traunstein am Freitag Nachmittag den Ölalarm aus.

Über 150 Einsatzkräfte des THW‘s aus den Ortsverbänden Bad Aibling, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim, Simbach Traunstein und Traunreut machten sich daraufhin auf den Weg, um unter der Leitung von Franz König vom THW Traunstein auf dem Chiemsee eine Ölsperre im Bereich der Mündung der Ache zu errichten. Eingesetzt wurden dafür 15 Boote des THW‘s. Parallel bauten die THW-Experten in der Hirschauer Bucht mobile Tanks auf, um das ölverschmutzte Wasser später dort zu reinigen und das Öl abzutransportieren.

Da der Mündungsbereich der Tiroler Ache ein sensibles Naturschutzgebiet darstellt, wurde die Übung mit Rücksicht auf die dort lebenden Tiere gegen 22:00 Uhr unterbrochen.

Am Samstagmorgen wurde die Übung mit der Fertigstellung der Ölsperre fortgesetzt. Zudem rückten zusätzliche THW-Kräfte aus Kelheim mit einer Ölseparationsanlage an. Damit könnten im Ernstfall pro Stunde bis zu 40.000 Liter ölverschmutzten Wassers gesäubert werden.

Die Übung stieß bei den Verantwortlichen der Betreibergesellschaft, dem Landkreis Traunstein und der Regierung von Oberbayern als zuständige Katastrophenschutzbehörde auf großes Interesse. Mehr als 60 Besucher dieser Institutionen besichtigten am Samstag die aufgebaute Technik und konnten die ca. 2 km lange Sperre im Chiemsee von insgesamt 3 Booten des THW‘s auch vom Wasser betrachten. Hierfür stellte zusätzlich das THW Landshut ein Boot mit Besatzung.

Gegen 13:00 Uhr am Samstag konnte die Übung schließlich erfolgreich beendet werden.

Das THW ist fester Bestandteil des Katastrophenschutzplanes der transalpinen Pipeline. Jedes Jahr findet hierzu am Chiemsee oder auch am benachbarten Inn eine Übung in unterschiedlicher Größenordnung statt. Eine Großübung wie in diesem Jahr wird von der Regierung von Oberbayern alle 3 Jahre vorgeschrieben.


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